3. Rundgang - Natursehenswürdigkeiten der Region Chomutov

Chomutov ist nicht nur eine Stadt der Berg- und Eisenwerke, wie es oft überliefert wird. Sie bietet auch sehenswerte Naturschönheiten der umliegenden Landschaft, Gewässer, Naturreservate, des Zooparks, der seltenen Pflanzen und Lebewesen im Erzgebirge sowie in seinem Vorland.

Chomutov ist nicht nur eine Stadt der Berg- und Eisenwerke, wie es oft überliefert wird. Sie bietet auch sehenswerte Naturschönheiten der umliegenden Landschaft, Gewässer, Naturreservate, des Zooparks, der seltenen Pflanzen und Lebewesen im Erzgebirge sowie in seinem Vorland.

1. Stadtpark

An der Stelle des heutigen Stadtparks befanden sich bis in das 18. Jahrhundert Sümpfe, was auch die alte örtliche Bezeichnung „Alter See“ bezeugt. Diese Nassgebiete waren für die mittelalterliche Stadt ein wichtiges, die nordwestliche Seite schützendes Verteidigungselement. Am Anfang des 19. Jahrhunderts begann der Stadtrat mit ihrer Entwässerung und Aufschüttung. An der Stelle des trocken gelegten Sumpfes wurde die sog. Königswiese errichtet. In den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts wurden hier ein Promenadenweg mit Allee und 1833 ein klassizistisches, nicht nur den örtlichen Scharfschützern, sondern auch anderen Vereinen dienendes Schützenhaus gebaut. In seinem Saal fanden regelmäßige Stadtbälle sowie Konzerte statt. Das  Schützenhaus wurde 1904 abgerissen und 1906 durch die sog. „Städtischen Parksäle“ im Neorenaissancestil (das gegenwärtige Stadttheater) ersetzt. Hinter dem Schützenhaus gab es auch einen Scheibenschießplatz, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aber aufgehoben wurde. In Chomutov blieb so nur das einzige Schützenhaus in der  Tober-Schlucht erhalten. In den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Promenade der meist aufgesuchte Ort für Spaziergänge. 1873 begann dann ihre Umgestaltung zum Stadtpark, wobei restliche Kleinteiche verschüttet und ein Netz von Gehwegen aufgebaut wurden. 1874–1898 bekam der ganze Park, inkl. des Rosaparks, des französischen Gartens und des Arboretums eine Gartengestaltung, während der auch die ersten Lauben und Pavillons entstanden sind. Im Park fanden kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen und regelmäßige Konzerte der chomutover Garnison statt. 1885 wurden hier das Kaiser Joseph II-Denkmal und 1908 auch das durch den Verein der chomutover Veteranen gesetzte Franz Joseph I-Jubiläumsdenkmal enthüllt. 1918 kam es aber zur Beseitigung der beiden Denkmäler. Auf den Podest des Joseph II-Denkmals wurde 1928 eine Gedenkstätte zu Ehren der im Ersten Weltkrieg gefallenen Bürger der Stadt Chomutov aufgestellt. 1930 entstand im Park auch die berühmte Blumenuhr – eine Spende des wiener Großhändlers Walace. Zwei Jahre später erfolgte der Bau eines sechsseitigen Altans mit Terrarium und Aquarium. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Gedenkstein für die Gefallenen durch ein Denkmal der Roten Armee Befreierin ersetzt. In den 50er Jahren kamen noch das Denkmal der Tschechoslowakischen Volksarmee und das Jiří Dimitrov-Denkmal hinzu. In den 70ern des 20. Jahrhunderts erfolgten dann eine umfassende Neuherrichtung des Parks und Aufhebung des Aquariums. In diesen Jahren ging leider auch die Blumenuhr unter. In den 90er Jahren wurden dann das Denkmal der Roten Armee Befreierin zur Gedenkstätte für die Faschismusopfer und das Jiří Dimitrov-Denkmal zum Denkmal für die Opfer der Kriege und der Totalität umbenannt.

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2. Botanischer Minigarten

Die neu eröffnete Parkanlage, in der ein botanischer Minigarten errichtet wurde, befindet sich am Rande des städtischen Denkmalgebietes in der Nachbarschaft des Amtsgerichtes. An dieser Stelle gab es in der Vergangenheit den Stadtfriedhof und bereits an der Wende des 19. und 20. Jahrhunderts wurde hier der Theodor Körner-Park mit einer Promenadengestaltung eröffnet. Gegenwärtig dient die Parkanlage nicht nur der Entspannung und Erholung, sondern auch als botanischer Minigarten, der die Besucher mit den für das Erzgebirge typischen Pflanzen und weiteren Arten bekannt macht.

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3. Alaunsee

Er ist 1809 nach dem Einsturz des Entwässerungsstollens an der Stelle eines alten Tagebaus entstanden, in dem schon seit der Mitte des 16. Jahrhunderts Alaunschiefer abgebaut wurde. Alaunschiefer – Alaunstein – war ein notwendiger Rohstoff für die Herstellung von Vitriol und Schwefelsäure, die in vielen Branchen, von der Lohgerberei bis zu Geschmeidemachern, wichtig waren. Der Alaun wurde hier bis Anfang des 19. Jahrhunderts abgebaut, aber seine Produktion ging allmählich zurück. Nach der Flutung der Grube 1809 ging sie ganz ein. Schon seit 1822 ist die Nutzung des Wassers aus einer gefluteten Alaunhütte zu Heilzwecken im unweit gelegenen Gasthaus mit sechs Badekammern bekannt. 1877 gab es erste Analysen des Seewassers, die seine hervorragenden Wirkungen in der Balneologie bezeugten. Der chomutover Verein für Gesundheitspflege errichtete im Jahr 1892 am Alaunsee die erste Schwimm- und Badeanstalt mit Umkleidekabinen. 1894 wurden das Alaunkurbad und Dampfbad und am eigenen See das erste öffentliche Schwimmbad in Chomutov eröffnet. 1899 bot das konzessionierte Alaunkurbad zusammen mit der Wasserbehandlung auch Luft-, Torf- und Elektrotherapien an. 1929 wurden am See Landebrücken, Holzpavillons und Umkleideräume errichtet. Diese Gestaltung behielt der Alaunsee mit kleineren Ausnahmen bis heute. 1930 fand auf seinem zugefrorenen Spiegel das erste Eishockeyspiel in Chomutov statt. 1934 erfuhr das Alaunkurbad eine grundlegende Neuherrichtung, bei der es ein Sportcenter und eine Gaststätte bekam. Das Kurbad ist im Gegensatz zu dem Schwimmbad im Jahr 1945 erloschen und 1980 wurde sein letzter Teil - die Gaststätte aus dem Jahr 1934 - abgerissen. Das Schwimmbad dient bis heute und der See wird im Sommer und Winter wie für Wassersporte als auch zur Erholung genutzt.

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4. Niedererzgebirgischer Zoopark

Der Niedererzgebirgische Zoopark Chomutov wurde im Jahr 1975 gegründet. Er ist auf die Zucht von Tieren der paläarktischen Region (alte Landmassen Europas, Nordafrikas und Asiens) spezialisiert. Die meisten Tiere stammen aus Eurasien.

Sie können hier ca. 1000 Individuen von mehr als 160 Tierarten beobachten, unter denen es auch 14 gefährdete Arten aus europäischen Rettungsprogrammen gibt.Die wunderschöne Naturumgebung in Verbindung mit verschiedenen Dienstleistungen bietet den Besuchern viele Möglichkeiten für angenehme Freizeitgestaltung. Wer den Zoopark auf besonders bequeme Art erkunden möchte, nimmt an einer Fahrt mit der Bimmelbahn Amálka oder dem Safari Express teil. Zur Stärkung tragen zwei stilvolle Restaurants Tajga (Taiga) und U Pratura (Zum Urur) und mehrere Imbissstände bei. Bei den Eingängen gibt es Souvenirshops mit vielen schönen Andenken an den Tiergarten.

Kinder finden hier auch eine Spielanlage, wo sie schaukeln und klettern können. 2009 wurde gegenüber dem Braunbärengehege ein durch die Firma Project Outdoor, s. r. o. betriebenes Seilzentrum eröffnet. Die Kleinen können sich hier beim überwinden von Seil-, Netz- oder Holzhürden austoben. Die Bahn mit zwölf Hürden hat einen Eingang, einen Ausgang und einige Raststellen, die gleichzeitig zum eventuellen „Überholen“ der Teilnehmer dienen. Um die Sicherheit ihrer Kinder müssen Sie nicht bangen. Einzelne Laufstege verfügen über Geländer und unter jeder Hürde gibt es Sicherheitsnetze. Die Kinder werden außerdem durch das Bedienungspersonal betreut, das jederzeit gerne behilflich ist.

Das Ponyreiten gibt es jedes Wochenende von 13:00 -15:00 Uhr im PONY RODEO beim Eingang in den Zoopark (aus der Richtung von der Landstraße Nr. 13).

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5. Kastanienallee Kaštanka

Die Allee der Edelkastanien (auch Esskastanien) ließen Mitte des 17. Jahrhunderts in ihrem Sommersitz die Jesuiten aus Chomutov auspflanzen. Der Grund dafür war, bei einer Hungersnot, wie während des Dreißigjährigen Kriegs, den Bürgern von Chomutov eine Notlebensmittelquelle sicherzustellen. Diese einzigartige Allee wird schon 1679 im Werk von Bohuslav Balbín „Miscellanea historica regni Bohemiae“ erwähnt. Im 18. und 19. Jahrhundert war sie ein beliebtes Bummelziel der Einheimischen und 1887 errichtete hier der chomutover Verschönerungsverein einen vom Alaunkurbad bis nach Jirkov (dt. Görkau) führenden Ausflugsweg. 1899 wurde im Kastaniengarten eine Ausflugsgaststätte mit Tanzraum und Veranden eröffnet. Zwischen den Kriegen war er ein Treffpunkt der tschechischen Minderheit. Das Ausflugsrestaurant ist 1946 aber niedergebrannt und in den 60er Jahren wurden seine Reste abgerissen. Heute ist die Kastanienallee ein Bestandteil des Niedererzgebirgischen Zooparks und kann sich mit 133 ausgewachsenen Edelkastanien rühmen. Zusammen mit dem Kastaniennaturdenkmal in der ostböhmischen Gemeinde Nasavrky (dt. Nassaberg) zählt sie zu den ältesten und nördlichsten Kastanienalleen Tschechiens. Das Sammeln der Maronen ist jetzt aber unter Strafe strengst verboten.

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6. Bezručovo údolí (Bezruč-Tal)

Das Tal Bezručovo údolí (dt. Bezruč-Tal früher Grundtal) ist das tiefste und längste Tal im Erzgebirge und schließt direkt an das Ballungsgebiet von Chomutov-Jirkov an. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts war es ein gern aufgesuchter Ausflugsort der Einheimischen. 1881 entstand hier direkt in einer Nagelfabrik von Franz Heege das erste Ausflugsgasthaus. Acht Jahre später ließ er neben dem Werk ein neues Restaurant mit geräumigem Saal bauen. Im Tal befanden sich am Fluss Chomutovka drei Mühlen mit Sägewerken, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts auch als beliebte Ausflugsgaststätten genutzt wurden. 1898 bekam das Tal eine Straße, die hauptsächlich zum Bau der Talsperre Kamenička (ursprünglich Franz Josef Talsperre) errichtet wurde. Die Talsperre sollte aus dem gleichnamigen Bach die sich ausbreitende Stadt Chomutov mit Trinkwasser versorgen. In der sog. Zweiten Mühle ist Anfang des 20. Jahrhunderts außer einer Gaststätte auch eine Unterkunftshütte entstanden. Die beliebteste war aber die Dritte Mühle (auch sog. Dreiwassermühle) am Zusammenlauf der Flüsse Chomutovka (dt. Assigbach), Kamenička (dt. Rotenhauser Floß) und des Bachs Křimovský potok (dt. Krimaer Bach). Die Erste sowie Zweite Mühle dienen bis heute als Verpflegungs- und Unterkunftseinrichtungen, aber die Dritte Mühle ist nach langjährigem Verfall fast ganz untergegangen. 1895 wurde unweit von der Ersten Mühle ein Denkmal zur Ehre von Alois Schmidt enthüllt. Er war Professor an der chomutover Lehreranstalt und Mitgründer des Erzgebirgsvereins und starb 1885 tragisch bei dem Aufstieg auf den slowenischen Berg Triglav. Nach 1945 erfuhr das Denkmal eine Umgestaltung und Neuwidmung dem Dichter Petr Bezruč und zu diesem Anlass erhielt auch das Tal einen neuen Namen - Bezruč-Tal. 2002 wurde es zum Naturpark erklärt. Seinen Bestandteil bilden auch das Naturreservat Novodomské rašeliniště (Moor), Naturreservat Buky nad Kameničkou und das Naturdenkmal Krásná Lípa. Im Bezruč-Tal befindet sich auch eine Ruine der wahrscheinlich im 13. und 14. Jahrhundert erbauten Burg Hausberk (dt. Hausberg), die in der Literatur auch als Alberk genannt wird. Es gibt über sie keinerlei schriftlichen Überlieferungen, also ist ihr tatsächlicher Name nicht bekannt. Ihre Bezeichnung bekam sie nach dem Hügel, auf dem sie steht. Im Tal gibt es mehrere gekennzeichnete Wander- und Radwege.

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7. Naturreservat Buky nad Kameničkou

Das Naturreservat Buky nad Kameničkou wurde 1994 zum Schutz des 200 Jahre alten und 38,88 ha großen Buchen-Berg-Ahorn-Waldes mit bedeutsamen Krautschichtarten errichtet. Der Wert des Gebietes besteht vor allem in der Erhaltung des Genpools von ursprünglichen Waldholzarten im Mittelerzgebirge. Das Schutzgebiet erstreckt sich auf steilem Felsenabhang des Hügels Mlýnský vrch in Richtung zum Bach Kamenička (dt. Neuhauser Flößbach). Ungefähr in der Mitte überquert das Naturreservat eine auf der Höhenlinie führende Asphaltstraße, die gute Möglichkeiten anbieten, in das Schutzgebiet Einblick zu nehmen.
Das Naturreservat Buky nad Kameničkou ist im Rahmen des Schutzgebietsnetzwerkes NATURA 2000 Bestandteil des FFH-Gebietes Bezručovo údolí (dt. Bezruč-Tal).

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8. Teich Novoveský rybník – Quellgebiet des Flusses Chomutovka

Der Teich Novoveský rybník (oder Černý rybník, Stažný rybník / dt. Neudorfer Teich, Satzunger Teich, Flössteich) befindet sich 1,7 km westsüdwestlich von Hora Sv. Šebestiána (dt. Sebastiansberg). Es handelt sich um einen Durchflussteich im Moor Novoveské rašeliniště (dt. Glasbergmoor), der wahrscheinlich mit spontaner Flutung des ehemaligen Torfstichs entstanden ist.
Das Quellgebiet des Flusses Chomutovka (dt. Assigbach, Kometau oder Komotau) liegt im Moor Pod Jelení horou (dt. Haasberger Moor), ca. 3,5 km ostsüdöstlich von der Gemeinde Kryštofovy Hamry (dt. Christophhammer).
Unter der Bezeichnung Prameniště Chomutovky (also Quellgebiet von Assigbach) wurde 2012 ein fast 1882 ha umfassendes Naturreservat ausgewiesen. Sein Ziel ist, die für die Gipfelbereiche des Erzgebirges typischen Gemeinschaften und Arten (besonders lebende Hochmoore, Zwischen- oder Übergangsmoore, Moorwälder, bodensaure Fichten- und Buchenwälder) zu schützen. Das Naturreservat Prameniště Chomutovky gliedert sich in zwei selbstständige Bereiche. Einer befindet sich nördlich und westlich von Hora Sv. Šebestiána und der zweite nordwestlich von der Gemeinde Načetín (dt. Natschung).
Das Naturreservat Prameniště Chomutovky ist im Rahmen des Schutzgebietsnetzwerkes NATURA 2000 Bestandteil des Vogelschutzgebietes Novodomské rašeliniště – Kovářská (dt. Neuhauser Torfmoor - Schmiedeberg) und des FFH-Gebietes Novodomské a polské rašeliniště (dt. Neuhauser Torfmoor und Polackenhaide).

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9. Moor Novodomské rašeliniště

Das die Moore Načetínské rašeliniště (Keilheide), Jezerní rašeliniště (Seeheide) und teilweise auch Vlčiny (Bei sechs Wölfen) einschließende Nationale Naturreservat Novodomské rašeliniště (dt. Neuhauser Torfmoor) wurde1967 ausgewiesen, um die ursprüngliche, für das Erzgebirge typische Geobiozönose eines der am besten erhaltenen und größten mitteleuropäischen Moore mit autochthonem urwaldartigem Zwerg-Kiefer-Bestand (Pinus x pseudopumilio) zu schützen. Es handelt sich um ein umfangreiches Moorgebiet von überregionaler Bedeutung. An dieses Biotop ist typische Flora und Fauna gebunden
Das Nationale Naturreservat Novodomské rašeliniště ist im Rahmen des Schutzgebietsnetzwerks NATURA 2000 Bestandteil des Vogelschutzgebietes Novodomské rašeliniště – Kovářská (dt. Neuhauser Torfmoor - Schmiedeberg) und des FFH-Gebietes Novodomské a polské rašeliniště (dt. Neuhauser Torfmoor und Polackenhaide). Zutritt ist verboten.

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10. Tal des Bachs Prunéřovský potok - Wasserfall Kýšovice, Felsengebilde Kokrháč

Das Tal des Bachs Prunéřovský potok (dt. Brunnersdorfer Bach) erstreckt sich von der Gemeinde Prunéřov (dt. Brunnersdorf) bis zur Gemeinde Výsluní (dt. Sonnenberg). Es handelt sich um ein schönes tiefes Tal mit steilen felsigen Abstürzen. Der Abschnitt nordöstlich von Výsluní wird Hadí údolí (also Schlangental) genannt und die verengte Stelle bei der Gemeinde Celná (dt. Zollhaus) wieder als Myší díra (also Mauseloch) bezeichnet. Die felsigen Gneishänge sind ein maßgebliches geologisches und geomorphologisches Element des mittleren Erzgebirges mit hohem naturwissenschaftlichem und landschaftbildendem Wert.

Das Tal darf sich mit dem höchsten Wasserfall im Erzgebirge rühmen. Er liegt im mittleren Teil bei der Ortschaft Kýšovice (dt. Gaischwitz), wird durch drei Stufen gebildet, wobei die höchste Stufe 8 Meter hoch ist. Im unteren Bereich des Tals liegt über dem rechten Bachufer das seit 1990 als Naturdenkmal geschützte an einen Hahnenkamm erinnernde Felsgebilde mit dem Namen Kokrháč. Es stellt ein einzigartiges Beispiel selektiv verwitterter Orthogneise, mit reliktem Kiefernwald und Beständen der stark bedrohten Echter Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi) dar. Das ganze Tal wurde 2000 zum Naturpark erklärt. Im Rahmen des Schutzgebietsnetzwerks NATURA 2000 gehört ein Teil des Tals zu dem FFH-Gebiet Kokrháč–Hasištejn und ein Teil zu dem FFH-Gebiet Na loučkách (Hadí údolí).

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11. Salzsumpf Slanisko u Škrle

Das Naturdenkmal Slanisko u Škrle wurde 2002 ausgewiesen. Das 3,3 ha große Schutzgebiet liegt im unteren Teil einer sanften südsüdwestlich ausgerichteten Böschung am alten Feldweg zwischen den Gemeinden Škrle (dt. Skyrl) – Voděrady (dt. Wodierad). Den eigenen Standort bilden mit Stauden bewachsene Weiden, ein abgedeckter Tonhang (sog. weiße Flanke) mit einem kleinen Quellgebiet und Randbereiche von aus dem landwirtschaftlichen Prozess ausgegliederten Feldblöcken (Brachfelder). Ein wichtiger Bestandteil des Standortes ist auch der kaum genutzte teilweise versumpfte unbefestigte Weg, an den existenziell einige Halophyten gebunden sind. In das Schutzgebiet greifen auch südliche Randbereiche von mit Gehölzen bewachsenen Schluchten in weichen Tertiärsedimenten ein.

Der Schutz dieses Gebietes wurde zum Erhalt des ausgeprägten salzreichen Standortes mit reicher Artenvielfalt an Halophyten und Xerophyten und zum Schutz der kritisch und stark bedrohten Pflanzenarten wie z. B. Salz-Hasenohr (Bupleurum tenuissimum), Salz-Schuppenmiere (Spergularia marina), Strand-Wegerich (Plantago maritima), Bodden-Binse (Juncus gerardii), Graue Schwarzwurzel (Scorzonera cana), Schwarzährige Segge (Carex melanostachya) u. a. erklärt.
Im Rahmen des Schutzgebietsnetzwerkes NATURA 2000 wurde auf dem Schutzgebiet auch ein gleichnamiges FFH-Gebiet ausgewiesen.

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